2-jähriges Praktikum in einer Hufschmiede

Praktikumszeit - Nach einem absolvierten Einführungslehrgang kann die 2-jährige Praktikumszeit beginnen. Hier sollen die maßgeblichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten im Huf- und Klauenbeschlag mit dem Ziel erworben werden, sich in die Tätigkeit als Hufschmied / Hufschmiedin einzuarbeiten und die wesentlichen Voraussetzungen zur selbstständigen Ausübung des Huf- und Klauenbeschlages zu erlernen. Dazu gehört auch das selbstständige Planen, Durchführen und Überprüfen der durchgeführten Tätigkeiten. Die Hufbeschlagsverordnung sieht dabei folgende Lernziele vor:

  1. Ordnungsgemäßer und den Erfordernissen der Tiergesundheit und des Tierschutzes entsprechender Umgang mit dem Tier, insbesondere dem Pferd
  2. Beurteilen der Situation des Hufes oder der Klaue in Zusammenhang mit der Gesamtsituation des Tieres
  3. Beurteilen des Tieres im Stand und in der Bewegung - vor und nach der Bearbeitung
  4. Erkennen und Beurteilen von Anomalien des Hufes oder der Klaue, der Huf- und Gliedmaßenstellung und des Bewegungsablaufes
  5. Einsatz der Materialien und Umgang mit den Werkzeugen des Huf- und Klauenbeschlages
  6. Bearbeiten des Hufs und der Klaue zum Barhufgehen und Zubereiten des Hufs und der Klaue zum Beschlag unter Berücksichtigung von Nutzungsart, Haltungsform, Gesundheitszustand und Alter des Tieres
  7. Herstellen, Bearbeiten, Anpassen und Befestigen von Hufschutzmaterialien und Klauenschutzmaterialien unter Berücksichtigung von Nutzungsart, Haltungsform, Gesundheitszustand und Alter des Tieres
  8. Grundlegendes zur Zusammenarbeit mit dem Tierarzt
  9. Beratung und Information des Tierhalters
  10. Dokumentation und Abrechnung der Arbeiten und Qualitätssicherung
  11. Praktische Umsetzung der maßgeblichen berufsbezogenen Vorschriften, insbesondere des Tierschutzes, der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes, des Umweltschutzes und der Berufshaftung.

Die Während der praktischen Tätigkeit erworbenen Fähigkeiten müssen durch einen Tätigkeitsnachweis in Form eines Berichtsheftes dokumentiert und durch die Unterschrift des Arbeitgebers bestätigt werden. In dem Berichtsheft soll der Ausbildungsfortschritt erkennbar sein und monatlich ein besonderer Fall ausführlich, möglichst mit Fotos und eventuellen Literaturangaben, beschrieben werden.